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Ökonomisch-strategische Erfolgsgrundlagen bei Innovationen
1. Kundennutzen als Ziel
Jedes Unternehmen hat die größten und sichersten Erfolge, wenn es sich darauf
konzentriert, die in seiner Branche bestmöglichen Angebote, d. h. den
größtmöglichen Kundennutzen zu bieten. Dazu muß es sich, um die begrenzten
Kräfte wirksam einsetzen zu können, auf seine Kernkompetenzen konzentrieren, die
sich auf diesen Kundennutzen beziehen. Da die meisten Kunden, besonders als
Konsumenten, ihre wirklichen Erwartungen, Bedürfnisse, Probleme und Wünsche,
bezogen auf die aktuellen technischen Möglichkeiten, oft nicht präzise angeben
können, haben echte Unternehmer doppelte Wettbewerbs-Chancen, da sie sowohl das
richtige Gespür entwickeln, als auch ihre Angebote dann den Kunden am besten
erklären können.
Sie beginnen damit, die Kunden darin zu bestätigen, daß es hier überhaupt ein Problem gibt, was vielen oft noch
gar nicht auffällt, und wie dieses Problem zu lösen ist. Es geht nicht etwa
darum, den Kunden etwas einzureden; das hätte keinen dauerhaften Erfolg. Sondern aus dem
vagen Gefühl heraus, daß ein Zustand so nicht die beste Lösung sein
könne, wird durch sorgfältige Befragung eine konkrete Aufgabe herausgearbeitet. Vielen ist gar
nicht klar, daß z. B. die Zahlen- bzw. Buchstabenfolge der (Mobil-) Telefone,
weil entgegengesetzt zu der des Computer-Zahlenblocks, nicht benutzerfreundlich
ist und SMS bei intelligenterer Strukturierung wesentlich leichter zu handhaben
wäre – wie ja auch ein Kühlschrank wahlweise mit links oder rechts
„angeschlagener“ Tür erhältlich ist.
Manche Produkte werden seit jeher in altbekannter Weise angeboten, und kaum jemand kommt auf die
Idee, daß es auch anders – besser – ginge. Radiatoren mit Konvektion muß man mit
der Flaschenbürste(!) reinigen, kaum ein Herd ist gegen Anbrennen oder Überkochen des
Gargutes geschützt, Duschen sind zwar hochelegant, jedoch hart und kalt
wie Stein. Bei selbst mehr als 80.000 Euro teuren Automobilen ist Reifenwechseln immer
noch eine Tortur, die großer Kraftanstrengung bedarf. Und bei
manchen Experten hat sich sogar die Meinung festgesetzt, daß der Schienenverkehr
niemals ohne staatliche Zuschüsse auskommen könne (was nicht zwingend
ist!) – ein teures und oft leider auch wenig attraktives Hobby der Steuerzahler.
2. Vermeidung von Fehlschlägen
Dadurch, daß der Kundennutzen im Vordergrund steht,
findet das Unternehmen den sicheren Weg zum Erfolg; denn es braucht bei
Innovationen nicht mehr erst Bedürfnisse zu wecken, sondern nur noch die schon
längst vorhandenen (latenten) Wünsche zu erfüllen. Das erzeugt
Akzeptanz. Daraufhin gilt es, die technische Durchführbarkeit
sicherzustellen. Wer sich auf sein Kerngeschäft konzentriert, findet auch bei
neuen Herausforderungen am besten neue Lösungen, weil er seit vielen Jahren die
Erfordernisse der Kunden und die Ergebnisse neuester Forschung und ihre
Umsetzbarkeit im Blick hat. Sogar wenn die neue Aufgabe zunächst überfordern
mag, kann aber wenigstens der Weg zu neuen Lösungen bestimmt werden. Bei
größeren Defiziten hilft hier die Kooperation (externer Rat).
Kernkompetenzen dürfen nicht allein auf Technik fixiert (vgl. Fernschreiber), sondern müssen
darüber hinausblickend auf die Kernbedürfnisse der Kunden ausgerichtet
sein. Häufig ist es sogar möglich, zugleich neue Werkstoffe, Verfahrensweisen und Rationalisierungspotentiale einzubeziehen.
Dadurch kann die Umwelt entlastet, Energie und Platz
eingespart und können Ressourcen geschont werden. Erfolgreich ist aber nur, wer gute
Ideen auch professionell in die Praxis überführt. Hier ist der „dynamische
Unternehmer“ gefragt, den Schumpeter meint. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen,
muß man „am Ball“ bleiben. Das bringt Fortschritt, macht Sinn und
Spaß, wird aber oft vernachlässigt.
Beispiel kreativer Natur

Die Natur ist überaus innovativ und, bei aller Vielfalt, spezialisiert und
integriert. Daran orientieren sich auch menschliche Kreativitätsprozesse. Sie
durchlaufen, sich verstärkend, sieben Phasen:
Daran orientieren sich auch menschliche Kreativitätsprozesse. Sie
durchlaufen, sich verstärkend, sieben Phasen in der Weise, daß unser Denken und
Fühlen in Form, Farbe, Harmonie und Funktion
von einem
zentralen Thema als Kernproblem, Herausforderung gefesselt
ist, dessen Faszination in Begeisterung oder
Betroffenheit als Fokus aller Ansätze höchste
Sensibilität berührt als Urquell der Phantasie, so daß,
dank der Assoziationen (Eingebungen) zu diesem
Thema entlang der Grenze der Vorstellungskraft
genialer Sichtweise - die dadurch errungenen
Ideen, selektiert, ausgestaltet und gereift, in
"gemeißelte", verdichtete Botschaften und Lösungen überführt
werden.
Das setzt Geist, unbedingten Gestaltungswillen und tapfere Ausdauer
voraus.
3. Erlöse und Kosten
Viele Unternehmen gehen von ihrer Kostensituation aus
(denn diese haben sie aus Erfahrung plastisch vor Augen) und versuchen dazu
Absatz und Umsatz zu optimieren, um größtmögliche Gewinne zu erwirtschaften. In
Wahrheit verlangt die Ökonomie bei richtiger Strategie das Umgekehrte. Gestützt
auf die Akzeptanz wird aus Umfragen das erwartete Absatzpotential ermittelt
(noch besser gleich die Nachfragefunktion, angenähert durch Tabellenwerte), so
daß anhand dieser Stückzahlen die optimalen Fertigungsverfahren und Kostengrößen
daraus abgeleitet werden können. Entscheidend ist die Reihenfolge: Zuerst wird
der Absatz beleuchtet und danach erst werden Beschaffung, Herstellung und
Vertrieb optimiert. Denn die Kosten sind eine Funktion der erwarteten
Stückzahlen, weil sich danach das (Serien-) Fertigungsverfahren bestimmt.
Geht man nämlich von
den Durchschnittskosten als Anhaltspunkt der Preisbildung aus, kann das
bei noch ungenügender Kenntnis der Nachfragefunktion (und das ist dann häufig
der Fall) zu fatalen Fehlern führen.
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Beispiel laut nebenstehender Abbildung: Eingetragen
sind die Nachfragekurve N, (Gerade) und die Durchschnittskostenkurve
k. Im Bereich der Überschneidung befindet sich die sog.
Gewinnlinse, bei der die Nachfragekurve N oberhalb der Kostenkurve k liegt.
Angesteuerte Preise in diesem Bereich führen durch Ausprobieren zu dem Punkt C,
an dem Preis und Absatz den optimalen Gewinn zeigen (lotrechter Abstand zwischen
den Kurven). Wird ein Preis oberhalb der „Gewinnlinse“ angesteuert, antwortet
der Markt mit einer verminderten Nachfrage; das Unternehmen gerät in die
Verlustzone. Reagiert das Unternehmen, um Verluste vermeintlich zu vermeiden,
nun mit einer
Preiserhöhung, nimmt die Nachfrage in der Folge stärker ab, und die Verluste
werden noch größer. Mit falscher Preispolitik, die sich, wie hier, auf die
Durchschnittskostenkurve stützt, wobei die Nachfragefunktion noch nicht hinreichend bestimmt
ist, kann sich daher ein Unternehmen rasch aus dem Markt manövrfieren. Man muß
in Wirklichkeit ganz anders vorgehen.
Anhand der Nachfragefunktion wird
durchgespielt, welcher Preis bei welchen Absatzmengen akzeptiert wird. Sie sind umso
größer, je günstiger das Preisangebot für die Kunden ist. Laut Hans Domizlaff,
dem Vater des Marketing, ist deshalb der Preis zwingender Bestandteil der Marke und
ebenso wichtig wie z. B. die Qualität. Denn es geht, wie er es in
seinem Lehrbuch „Markentechnik“ im Untertitel hervorhebt, um „die Gewinnung
des öffentlichen Vertrauens“. Eine Strategie nachhaltigen Erfolges
empfiehlt „Traumlösungen zu erschwinglichen Preisen“. Das ist eine unternehmerische
Herausforderung; denn der Unternehmer kennt ja am besten die Bedingungen größter Wertschöpfung
und kann sie nutzen.
Die folgende Tabelle zeigt in der oberen Hälfte, wie z. B. bei
einem Produzenten und seinem Lieferanten aus einer Allgemeinen Erfolgsformel auch ohne
Kenntnis von Preis und Menge die Ergebnisse zu ermitteln sind, und darunter, wie
sie in Kooperation Marketing-Synergien erlangen und damit ihr Ergebnis vor
Fixkosten insgesamt um ein Drittel steigern können. Diese Zusammenarbeit ist
auch mit dem Handel und sogar mit den eigenen Mitarbeitern
möglich.
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Während heute von der Arbeitgeberseite vielfach darüber
geklagt wird, daß die Arbeitskosten im Inland zu hoch seien, könnte mit
engagierten Mitarbeitern eine innovative Vereinbarung nach diesem Modell
realisiert werden. So würden die Mitarbeiter, da sie vorleisten, noch vor den
Aktionären am Erfolg teilhaben. Engagement, Einkommen und Kaufkraft würden
steigen.
Die Allgemeine Erfolgsformel (s. Tabelle oben)
besagt, daß sich der Mehrwert d
je Verkaufseinheit in zweiter Potenz im Ergebnis (vor Fixkosten) auswirkt,
multipliziert mit dem Nachfragepotential n für dieses Produkt. Dank der
größeren Nachfrage und der damit verbundenen Stückzahlen wird zusätzlich eine
Kostendegression erreicht, die den Mehraufwand für die Innovation (über-)
kompensiert. Alles dies erhöht die Gewinne und verbessert die Finanzlage.
4. Gewusst, wie …
Ein Lebensmittelbetrieb verfügte in der Sparte Salate
über Spitzenartikel, die hervorragend im Geschmack, aber leider nicht
hinreichend haltbar waren. Abhilfe brächten größere Mengen an
Konservierungsstoffen, wie es die Mitbewerber auch praktizierten. Aber darunter
würde der Geschmack leiden. Die Produkte wären dann nicht besser als die der
Mitbewerber. Damit konnte man keine Marktanteile erobern.
-Einsatz und Vakuumverpackung wie bei Milchprodukten boten sich an,
aber die Finanzierung hoher Investitionen war dem Betrieb nicht möglich.
Niemand wußte Rat. So wandten wir uns an den
Lebensmittelchemiker, der den Betrieb laut Gesetz regelmäßig zu prüfen hatte und
zugleich Forscher auf diesem Gebiet war. Er kannte den Betrieb genau und konnte
sich sofort ein Bild von den höheren Anforderungen machen, die sich durch die
ehrgeizigen Ziele ergeben würden. Im Gegensatz zur Pflege der alten
Gewohnheiten war er in der Lage,
höheres Know-how einzubringen. Die Ware konnte genau so haltbar wie aktuell die
der Mitbewerber werden, dabei aber zu niedrigeren Beigaben der Konservierungsstoffe.
Setzte man sie im Fertigungs- und Garungsprozeß in den einzelnen Schritten zum
jeweils richtigen Zeitpunkt in der richtigen Dosis ein, genügte insgesamt ein Drittel
der üblichen Menge.
Dadurch wurde der Geschmack der Produkte nicht beeinträchtigt. Das
Unternehmen hatte nun ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Ergänzend
mußten innerbetrieblich Vorkehrungen besserer Hygiene zur Hemmung der
Keimbildung getroffen werden. Der Markt nahm die Produkte gut auf. Schon im ersten Jahr
der Einführung konnte ihr Deckungsbeitrag um 37 % gesteigert werden.
Zugleich fühlten sich die Geschäftsführer, die bisher kein großes Vertrauen in
diese Sache gesetzt hatten, angespornt, mit größerer Mühe auch bei den übrigen
Sparten zuzulegen, so daß in diesem Jahr ein überdurchschnittlich
gutes Geschäftsergebnis zu verzeichnen war.
Dies ist ein klassisches Beispiel dafür, wie Unternehmensleitungen, die selbst
keine Lösung kennen und sie deshalb auch nicht erwarten, überraschende externe
Hilfe erhalten können, und somit wird deutlich, wie auch die Erfinder mit neuen
Lösungen für Unternehmen von Nutzen sind. Große Konzerne kaufen, falls
für erfolgversprechende neue Geschäftsfelder die Qualifikation nicht
hinreichend ist, darauf spezialisierte Unternehmen einfach hinzu. Warum sollten
deshalb mittelständische Unternehmen, die keine teuren Forschungs-
und Entwicklungsabteilungen unterhalten können, nicht analog nach ihrem
Bedarf neue Lösungen freier Erfinder hinzukaufen?
5. Beispiele erfolgversprechender Visionen
Die EU-Kommission beschloß in 2000 auf einer Tagung in Lissabon, daß sich
Europa in etwa 15 Jahren zur stärksten Wirtschaftsregion in der Welt entwickeln
sollte, erwähnte aber nicht, wie das geschehen könne. Inzwischen hat man – sehr
innovativ! – die Ziele heruntergestuft.
Bei hoher Staatsverschuldung und schwacher Inlandskonjunktur bewirkt
Ausgabenkürzung bei uns das Gegenteil des erwünschten Wachstumsziels. Die zuvor
beschriebenen Aktivitäten würden jedoch neuen Aufschwung herbeiführen. Wir
brauchen keine Einsparungen (und weitere Vernichtung von Arbeitsplätzen),
sondern Investitionen in unsere Wettbewerbsfähigkeit. Ein Stiefkind der
öffentlichen Haushalte ist die Infrastruktur, weil sie angeblich nur Geld kostet.
Tatsächlich haben Investitionsgüter wegen des Akzelerator- und Mulitplikatoreffekts
hohe konjunkturelle Bedeutung. Diese wird umso größer, wenn sie, wie in der
Verkehrsinfrastruktur zu zeigen ist, künftig eigene Renditen erwirtschaften
kann und Subventionen erübrigt.
Denn als Förderer der Erfindung, der Kreativität und der Innovation können wir
dort bisherige Kostgänger in Ertragsbringer verwandeln. Statistiken belegen,
wie entscheidend für die Wirtschaftsentwicklung eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur
ist und wie kostspielig Unfälle und Staus im Straßenverkehr
für die Gesellschaft sind. Hier brauchen wir Investitionen in die Zukunft
bei gleichzeitig positivem Beschäftigungseffekt. Beispiel: Durch neue Regularien
im Straßenverkehr und mit konstruktiven Innovationen im Fahrzeugbau könnten
Verkehrssicherheit und die Abwendung oder Milderung schrecklicher Unfallfolgen erheblich
verbessert werden.
Mit neuer Logistik, deren Idee aus der Fertigungstechnik stammt und daher
nicht neu ist, aber noch nie realisiert wurde, könnte der Schienenverkehr viel
effektiver und sicherer und dabei sogar viel preiswerter ablaufen, wobei die
Betreiber eigene Renditen erwirtschaften würden. Die Reisedauer reduzierte sich
im Vergleich zu heute um durchschnittlich 40 %, und die Fahrt wäre billiger. Von
Berlin aus könnte München in 3 ½ Stunden für 31 Euro erreicht werden. Im
Schienengüterverkehr könnte die Fracht, abends verladen, am nächsten Morgen beim
Empfänger sein. LKWs übernähmen die Zubringerdienste zu und von den
Verladestationen und hielten die Autobahnen frei.
Auch die Binnenschifffahrt würde mit
neuester Automatisierungstechnik deutlich leistungsstärker und billiger
arbeiten (kein Lohndumping mehr). Dies alles trüge durch verbesserten modal split
(Verlagerung des Verkehrs von der Straße und aus der Luft auf andere
Verkehrsträger) zur Umweltentlastung bei. Die Subventionen des Staates
insbesondere im Schienenverkehr könnten voraussichtlich ganz entfallen.
6. Innovationserfolge sind jedem Unternehmen möglich
Zahlreiche Beispiele belegen, daß erfolgreiche Innovationen nicht an
High-Tech-Betriebe oder entsprechende Branchen gebunden sind, sondern, wie sich
schon aus den Punkten 1 – 3 ergibt, in jedem Unternehmen verwirklicht werden
können. Tagtäglich fallen wir über diverse Unzulänglichkeiten der verfügbaren
Produkte und Leistungen. Das können wir ändern.
Ein Anbieter von Werkzeugen für Handwerker wollte seine Produkte, die bisher
keinerlei Vorteile gegenüber denen der Mitbewerber boten, von diesen deutlich
abheben und wußte nicht, wie. Die Befragung der Anwender ergab, daß diese ganz
andere Anforderungen hatten als die von den Lieferanten wegen der größeren
Aufträge bevorzugte Industrie. Metall- und Steinbohrer sollten möglichst lange
Standzeiten in Maschinen mit definiertem Vorschub einhalten. Dazu brauchte man
hohe Druckfestigkeit, also Bohrerspitzen größerer Winkel (22 °), während
Handwerker hingegen möglichst kleine Spitzenwinkel (16 – 18 °) der Bohrer
brauchten, weil diese weniger Muskelkraft erforderten und sicherere Ansatzpunkte
(die Bohrer glitten nicht so leicht ab) am jeweiligen Einsatzort boten. Der
Handwerkerbedarf ist wegen der Vielzahl ihrer Betriebe übrigens insgesamt ebenso
groß wie derjenige der Industrie.
Die neuen Bohrer waren so erfolgreich, daß ein namhafter
Bohrmaschinenhersteller beschloß, seine Geräte für Handwerker nun genauer auf
diesen Fortschritt abzustimmen.
7. Der eigentliche Gewinn
Traditionelle Ökonomie rechnet mit den Produktivfaktoren Boden, Kapital
und Arbeit. Diese „harten“ Faktoren sind eine Frage der Beschaffung und des
Preises und erfolgreich nur dann einsetzbar, wenn die „weichen“ Faktoren verfügbar
sind: a) Wissen und Können, b) Initiative und Entschlußfähigkeit, c) Umsicht
und Verantwortungsbewußtsein.Dies sind die eigentlichen unternehmerischen
Produktivfaktoren. Sie sind durch Geld nicht zu ersetzen.
Zur Verbesserung bisheriger oder Bereitstellung völlig neuer Lösungen ist Mut
erforderlich. Ihn unterstützt die richtige Strategie. Jeder Fortschritt fördert
noch größere Spitzenleistungen, höhere Wettbewerbsfähigkeit und Positionierung.
Begeisternde Angebote steigern Bekanntheitsgrad und Ansehen des Unternehmens.
Wir brauchen die Intensivierung der Lernprozesse. Hierin Erfolg zu haben, macht
den eigentlichen Gewinn und nachhaltigen Fortschritt aus.
Das gilt für Unternehmen gegenüber ihren Kunden und Partnern ebenso wie für
Politiker gegenüber ihren Mitbürgern. Die Hilfe für andere begründet den
eigenen Erfolg. Die Anbieter sehen sich dann nicht in ruinöser Konkurrenz,
sondern als unentbehrliche Problemlöser, die sich mit Wettbewerbern ergänzen
können und die Märkte harmonisieren, solange sie dies zum Nutzen der Kunden und
der Gesellschaft tun. Das gilt gerade für die schwierige Situation in unserem
Lande. Die Krise fiel nicht vom Himmel. Sie ist hausgemacht. Also müssen wir sie
auch selbst überwinden. Da wir genug Probleme haben, haben wir auch genug
Arbeit, und diese wird mit Innovationen, die unsere gesättigten Märkte
überwinden, auch bezahlbar.
Wer tüchtige Mitarbeiter entläßt, beweist seine Unfähigkeit, sie
gewinnbringend einzusetzen.
Denn da Probleme und Wünsche nie enden, gibt es unbegrenztes (qualitatives) Wachstum und auch wieder
Vollbeschäftigung. Die Erfolge lassen sich auf öffentliche Haushalte übertragen. Wer
in Vorhaben investiert, deren Rückflüsse oder Einsparungen die Ausgaben
übersteigen, kann so viel Geld ausgeben, wie er will, und die Finanzlage
wird immer besser. Einsparungen allein sind in der Tat kein unternehmerisches
und kein politisch-gesellschaftliches Ziel. Das ist wichtig zur wichtigen Stabilität
der Demokratie und zur Förderung des Welthandels. Spezifische Fähigkeiten könnten auf
diese Weise nun ebensogut Entwicklungsländer einbringen mit neuer Identifikation
und neuem Wachstum.
Würden wir ihre eigenen Stärken bestmöglich fördern, würden wir sie als Partner zu würdigen wissen,
wie auch als Absatzmärkte – mit enormen Vorteilen globaler Verständigung. Dem Desaster tragischer
Konflikte entspränge eine reifere Welt gegenseitiger Anregung und Wertschätzung.
Dies ist ein Friedensbeitrag.
Berlin, 15. Dezember 2006
Als Quellennachweis möchte ich
angeben:
1. Prof. Dr. Erich
Schneider
Einführung in die
Wirtschaftstheorie, I. – III. Teil J. C. B.
Mohr (Paul Siebeck) Tübingen, 1962/63
2. Prof. Dr.
Erich Gutenberg, Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre
Band 1 - Die Produktion, VII. Auflage Band 2 - Der Absatz,
V. Auflage Springer-Verlag Berlin, Göttingen, Heidelberg,
beide Bände 1962
3. Prof. Dr. Herbert Jacob,
Preispolitik Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th.
Gabler, Wiesbaden 1963 aus der Reihe "Die
Wirtschaftswissenschaften" Hrsg. Prof. Dr. Erich
Gutenberg 55. und 56. Lieferung, Reihe A
(Betriebswirtschaftslehre), Beitrag Nr. 17
4. Wolfgang Mewes,
Beratergruppe Strategie (Hrsg.) Mit Nischenstrategie zur
Marktführerschaft Strategie-Handbuch für mittelständische
Unternehmen Orell Füssli-Verlag AG, Zürich 2000
5.
Wolfgang Mewes und andere, Beratergruppe Strategie (Hrsg.)
Mit Nischenstrategie zur Marktführerschaft
Strategie-Handbuch für mittelständische Unternehmen, Band
2 Orell Füssli-Verlag AG, Zürich 2001
6. Hans Domizlaff Die Gewinnung
des öffentlichen Vertrauens Marketing
Journal, Hamburg 1982
7. Günter und Peer Ederer, Das Erbe der
Egoisten Wie unsere Generation die Zukunft Deutschlands
verspielt C. Bertelsmann Verlag GmbH, München 1995, 4.
Auflage
Zur Lektüre empfehle ich die jeweils neueste
Auflage.
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